Löwenzahnmilch - Streiche die man heutzutage nicht mehr spielen sollte

Veröffentlicht auf von G. Weber

Ein Streich aus früheren Tagen: 

Löwenzahnmilch:

Wir waren jung und dumm. Die Tage waren lang.
Also hatten wir viele Einfälle und den einen oder anderen Einfall machten wir zur Wirklichkeit.

Also damals, hatten wir noch eine Dampflock auf unserer Bahnstrecke.
Diese riesige Dampflock war immer eine Augenweide, in der Größe, der Bewegung der Räder und der Rauch der mit stampfender Gleichmäßigkeit heraus gepustet wurde. Er war hunderte Meter lang der Rauchschweif.

Besonders die leichte Steigung heraus aus der Stadt, mühte sich die Dampflock besonders.

Eines Tages hatte einer der Jungs den Einfall.
Wir nehmen die Milch des Löwenzahn und "seifen" die Gleise ein.
Gesagt, getan.
Mehrere 100 Meter wurden mit der weißen Milch des Löwenzahn eingeschmiert.

Dann legten wir uns auf die Lauer.

Die Dampflock kam pünktlichst, wir hörten sie schon von der weiten schnaufen.
Da kam sie, aus der leichten Kurve mit Volldampf die leichte Steigung hinauf.

Sie fuhr, keuchte und keuchte. Wir waren alle angespannt.
Die Fahrt verlief am Anfang ganz normal. Doch nach 100 Meter wurde die Dampflock immer langsamen. Das Keuchen wurde immer schneller.

Die Dampflock mühte sich, aber sie wurde immer langsamer und langsamer. Bis gar nichts mehr ging. Sie blieb stehen.

Wir hatten ein innerliches Hochgefühl. Blieben aber in unseren Verstecken.

Die Dampflock fuhr zurück. Nahm sich Anlauf und fuhr mit Höchstgeschwindigkeit den Berg an. Keuchte und schnaufte, aber diesmal schaffte sie es.

Der Lokführer schimpfte aus seinem Fenster heraus, und deutete in unsere Richtung.

Ach, das war ein Spass.

Aber heute sollte man solche Scherze nicht mehr machen. Es ist nicht Nachahmenswert.

Aber Scherze, wo niemand zu Schaden kommt, sollte man der Jugend heute auch nicht verübeln. Ein bisschen Kreativität ist doch schön?

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Veröffentlicht in Gruselig

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