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Innere Ruhe

Veröffentlicht auf von G. Weber

Innere Ruhe

Vorweg genommen, ich kann keine Papierschiffchen aus einem A4 Zettel bauen.

Schon als Kind, hab ich das nicht gelernt.

Es war damals, wir waren ein gutes Team, in einer Tochtergesellschaft eines großen Konzerns.

So wurden wir eines Tages eingeladen.

Zu einem großen Seminar, mit den Vorständen und der Elite des Konzerns.

Wir machten uns zu dritt auf die Reise zum Seminar.

Wir trafen sympathische Leute, aber wir waren halt die Leute aus der Provinz.

Ein Seminarguru leitete das Meeting.

Nach einiger Zeit des Kennenlernens, sollten wir ein Rollenspiel auf Wunsch des Seminarleiters durchführen.

"Wer meldet sich freiwillig" war die Frage.

Die aus der Provinz sind klein aber nicht feige.

Also meldet man sich.

Mir stieg schon ein unangenehmer Gedanke auf. Da war es schon.

Wir sollten eine Arbeitsablauf simulieren.

Ein "Papierschiffchen bauen"! Na, super.

Einer faltete, der andere war der Transport, am Ende die Kontrolle und

dazwischen derjenige, der das Schiff von zweidimmensional auf dreidimmensional faltete. "ICH"

Die Begeisterung in mir war Riesengroß??

Der Vorstand schaute zu. Das Spiel begann.

Reibungslos.

Nur war mein Teil der absolut langsamste und durch mich der 3xverdoppelt, langsamste.

Es wartete ein Schiffchen auf`s Weiterkommen, zwei, drei .. immer mehr.

Der Berg wurde immer größer.

Die Anspannung in mir wurde immer größer.

Unerträglich.

"Ich mache keinen Fehler, keinen Fehler, ruhig bleiben, nochmals Ruhe bewahren, keinen Fehler"

Das waren die Gedanken, welche sich im Kreis drehten.

Die Kontrolle hinter mir konnte keinen Fehler feststellen.

Das Spiel staute, der Berg wurde immer größer. Die Schiffchen, halbfertig, hatten schon keinen Platz mehr am Tisch.

Ich wollte keinen Fehler begehen. Es dauerte.

Der Moderator hatte schon einen roten Kopf.

Er beendete das Spiel.

Jetzt hatte er das Problem. Er wollte beweisen, daß wir alle unter Druck, mehr Fehler begehen und Ausschuß produzieren.

Er redete sich so gut als möglich heraus. Es tat mir leid, daß sein Spiel nicht aufging.

Für mich war klar, man kann vieles, wenn man es nur will.

Aber man sollte sich nicht unbedingt in solche Situationen hineinmanövrieren.

PS: Ich kann heute wieder keine Schiffchen bauen. Ich hab`s verlernt.

       Aber ich hab die Angst davor verloren.

G. Weber

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Wien - Bilder

Veröffentlicht auf von G. Weber

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Christkind

Veröffentlicht auf von G. Weber

 

Das Christkind kommt bald.

Ich freue mich.

Gehen wir besinnlich in die Advenzeit.

Nehmen wir uns Zeit.

Keine Hektik.

Kein Weihnachtsmann.

Nur das wesentliche.

Man riecht schon den Duft,

die Tanne, den Weihrauch.

Das gemütliche Beisammensein,

im wohligen Haus, rundum die weiße Pracht.

Eine ruhige Zeit.

Eine besinnliche Zeit.

Ich glaube noch ans Christkind.

 

G. Weber

 

Veröffentlicht in Christkind

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Gleiches Blut

Veröffentlicht auf von G. Weber

Gleiches Blut

 

Sonntag nachmittag. Alle versammelt bei Mutter. Geschwister.

Smalltalk, Politik. "Oh wie geht es uns schlecht. Die Steuern, die hohen Preise."

Zwischendurch Kuchen, Kaffee. Wollig warm in der Küche.

"Alle Politiker bedarf es nur dem eigenen Vorteil. China. Die Krise in Amerika. Oh, da kommt was auf uns zu."

Zwischendurch, wie geht`s mit dem neuen Auto. Urlaub in Ägypten.

Dann die Jungen "keine Manieren, keine Achtung vor Autoritäten, kein Grüßen. Das kommt noch Dicke".

Noch ein Stück Kuchen, einen frisch gepreßten Orangensaft.

Dann "die Ausländer, die Kriminalität ....."

Aber ach, hatten wir schon die selben Eltern, oder werdet Ihr langsam alt. Angst?

Was ist los. Haben wir schon dasselbe Blut.

Ja. Wenn man nachdenkt versteht man`s.

 

G. Weber

 

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Autofahren vergleichbar mit Ehe

Veröffentlicht auf von G. Weber

Autofahren, vergleichbar mit EHE?

 

Oh nein, schon wieder der Kriecher vor mir.

Alle paar Tage. 50 km/h auf der Bundesstraße. Kurven. Überholen?!

Eine Gerade, hochschalten, Vollgas, links überholen, zu gefährlich.

Knapp auffahren? Druck geben?

Er wird noch langsamer, ruhig bleiben.

Nächste Gerade, hochschalten, Vollgas wie in jungen Jahren.

Gott sei dank, nicht. Von links ein Fußgänger. Der wäre jetzt eine Flunder.

Im Auto, Gas geben, hochschalten, Bremsen, zurückschalten. Wie lange noch.

Die Nerven liegen blank.

Macht alles keinen Sinn. Langsam fahren, gleiten, Radio genießen. Gedanken schweifen.

Doch, Bremslichter leuchten auf, auf einer geraden Strecke. Was ist los?

Oh, Wunder. Er fährt rechts ran, winkt mich freundlich vorbei.

Der Rest des Weges, ich kann gleiten, kein Verkehr vor mir.

Das Auto dankt mir, gleitet wie auf Wolken.

So gefällt`s uns. Bestimmt noch lange.

 

G. Weber

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