Das Päckchen und die alte Dame

Veröffentlicht auf von G. Weber

Das Päckchen und die alte Dame

Weihnachten im alten Schloss.

Die alte Dame, alleinlebend im Schloss, hat Sie alle eingeladen.
Tochter, Söhne und die Enkel.
Die Dame schon sehr alt und gebrechlich,
doch noch immer das Familienoberhaupt.
Einer nach dem anderen trifft ein, im Schloss.
Der Diener begrüßt Sie, freundlichst und führt Sie zu der alten Dame, Ihrer Mutter oder Großmutter. in den Dinnerraum.
Die alte Dame begrüßt Sie alle sehr freundlich.
Freundlicher als sonst. Sie weiß, Sie hat nicht mehr viele Weihnachtsfeste vor sich.
Da begrüßt Sie gerade den Enkel Ihres ältesten Sohnes, da blickt Sie auf, schaut zur Tür.
Sie läßt die Hand Ihres Enkels los und strebt zur Tür. 
Da steht er. Ihr jüngster Sohn. 
Jahrelang, vieleicht sogar über ein Jahrzehnt hat Sie Ihn nicht gesehen.
Er ist gekommen. "Ach Gott" denkt Sie.
Sie umarmt Ihn. "Danke, das Du gekommen bist"
Sie drücken sich, seine Frau und sein Sohn sind auch mitgekommen.
"Mutter, ich hab Dir eine Kleinigkeit mitgebracht", er gibt Ihr ein kleines Päckchen, in Folie verpackt, mit einem Goldband umzwirbelt, gefüllt mit 3 edlen Pralinen. 
Sie liebt Pralinen.
Während Sie gemeinsam zum Tisch gehen, strahlt die alte Dame über`s ganze Gesicht.
Sie hatte nicht damit gerechnet. Nach allem was passiert war.
Schon als Kind, hatte Sie Ihre ganze Energie in die Ausbildung des älteren Sohnes und der Tochter gesteckt. Der jüngste war nur die Randerscheinung.
Der älteste Sohn immer schon erfolgreich, in der Schule, Studium.
Im Berufsleben, ein erfolgreicher Anwalt, Hochzeit in eine angesehene Adelsfamilie.
Eine Vorzeigekarierre. Stets war er der Gute.
Die Schwester gute Ausbildung, steinreich verheiratet. Bildhübsch, stets präsent in den Medien.
Der jüngste Sohn immer als schwarzes Schaf der Familie behandelt. Keine Ausbildung,
immer Fehlschläge, eine Frau geheiratet die nichts hatte. Er wurde immer mehr in`s Abseits gestellt.  Er war der Verlierer der Familie. 
Aber nun war er doch gekommen. Sie wollte Frieden schließen, einiges gut machen.
Sie hatte Ihre Söhne links und rechts von sich am Tisch plaziert.
Wie jedes Jahr, hatte Sie den Platz an der Stirnseite des Tisches, als Oberhaupt der Familie. 
Das Päckchen mit den Pralinen hatte Sie rechts vor sich auf den Tisch gelegt.
Wie jedes Jahr führte die alte Dame die Regie des Gespäches am Tisch.
Alle spielten mit, verkniffen sich das eine oder andere Wort, um nicht in die Gefahr einer Rüge zu kommen.
Nach dem Hauptgang des Menüs, hörte man das Klirren eines Weinglases. 
Die alte Dame ergriff das Wort. 
Sie stützte sich am Tisch auf, stand auf und begann zu sprechen: 
"Ich freue mich, dass Ihr heute alle gekommen seid. Es ist wunderbar in dieser schönen besinnlichen Zeit von der Familie umgeben zu sein.
Besonders freut es mich auch dass mein jüngster Sohn, mir vergeben hat und, mit seiner Familie, den Weg zu mir gefunden hat."
Dabei nahm Sie als Zeichen, eine Praline und steckte Sie in den Mund.
Alle warteten gespannt, bis Sie die Praline entlich runterschluckte.
Dann spach Sie weiter "Ich habe beschlossen, dass Unrecht dass ich meinem jüngsten Sohn angetan habe, wieder etwas gutzumachen."
Es war totenstille im Raum.
Alle warteten gespannt was jetzt kommt.
".. daher habe ich mich entschlossen mein Testament zu Gunsten meines jüngsten Sohnes abzu.............." 
Sie kam mit Ihren Worten nicht weiter. Es wurde schummrig um Sie herum, Sie wankte und fiel mit dem Kopf voran, direkt auf den Tisch.
Entsetzen. Alle sprangen auf. Die Brüder hoben Sie auf vom Tisch, versuchten Ihr zu helfen.
Doch vergebens. Die alte Dame war verstorben.
Mit großer Trauer ging das Weihnachtsfest zu Ende.
Die Familie ging auseinander.
Nach einiger Zeit wurde das Testament verkündet. 
Die alte Dame hatte es wirklich, einige Tage vor dem Weihnachtsfest abgeändert.
Das Schloss und ein beträchtlicher Teil sollte Ihr jüngster Sohn erhalten.
Der Rest ein winziger Teil, der älteste Sohn und die Tochter.
Eine riesengroße Entäuschung für die beiden. Es war zuviel.
Sie hatten schon bei Weihnachtsfeier den Verdacht, dass etwas nicht stimmte.
Daher verlangten Sie eine Untersuchung des Sterbefalles.
Die alte Dame wurde exhumiert und obduziert.
Und wirklich, es wurde Gift bei der Untersuchung festgestellt. 
Sie ist vergiftet worden.
In den Pralinen war Gift.
Der jüngste Sohn glücklich über das Erbe, konnte sich nicht lange über das Erbe freuen. Er wurde festgenommen, kam ins Gefängnis.
Sein Bruder verteidigte Ihn vor Gericht. Nicht sehr erfolgreich.
Er mußte lange in`s Gefängnis, obwohl er immer seine Unschuld beteuerte.
Seine Frau verließ Ihn. Es war traurig zum verzweifeln für Ihn.
Er wollte einen friedlichen Abschluß zu seiner Mutter und hatte nun ein unendliches Drama mit zu erleben.
Im Gefängnis hatte er viel Zeit zum nachdenken und bei jedem Besuch seines Bruders oder seiner Schwester, merkte er die übertriebene Hilfsbereitschaft. 
Außerdem wohnte auch seine Exfrau, als Hilfe für Sie gedacht, im Schloß.
Der Bruder und seine Schwester verwalteten das Vermögen, es war Ihnen auf Grund der Fakten zugeschrieben worden.
Er war nüchtern betrachtet, der einzige große Verlierer.
Von Zeit zu Zeit besuchte Ihn noch sein Sohn.
Dieser erzählte Ihm vom Schloß, er war nicht sehr glücklich. 
War doch des öfteren Streit zwischen seiner Mutter und der Tante.
Auch der Onkel und die Tante stritten des öfteren.
Bei einem Besuch erzählte er seinem Vater, dass der Onkel anscheinend eine Geliebte hat, da die Tante Ihn verlassen will. Aber vorher werden Sie Ihm noch eine Rechnung begleichen und die Wahrheit an`s Tageslicht bringen.
Seinem Vater ging ein Licht auf. Es war auf einmal alles sonnenklar.
Sein Bruder und seine eigene Exfrau stecken unter einer Decke.
Er wurde hereingelegt. 
Seine einzige Hoffnung war nun sein Sohn und die Eifersucht seiner Schwägerin.
Hatt er eine Chance? Kann er beweisen, dass er unschuldig ist?
Will er sich rächen?





 

 

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Veröffentlicht in Gruselig

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G
Danke.<br /> Leider bin ich nicht ganz so zufrieden mit meiner Geschichte. Wollte etwas besonderes Schreiben. Aber was soll`s.<br /> Man soll ja nie aufgeben!!!!
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R
Das ist wieder eine gute Geschichte und nur zu gut vorstellbar, wenn es um Geld geht...Lieber Gruß Regina
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