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Das Kind - Im Spieleparadies

Veröffentlicht auf von G. Weber



Das Kind - Im Spieleparadies

Eine Halle, so groß wie ein Turnsaal.
Vollgestopft mit Kinderspielzeug.
Schon beim Eingang, die Jacken und Schuhe werden in heruntergelassene Netze verstaut,
die Kinder entwischt. Hineingetaucht in Ihr Scharaffenland.
Das Scharaffenland der Kinder.
Hin und her rennende Kinder, mit großen Augen.
Auf Spielzeugtraktoren sitzend mit gelben Helmen bestückt.
Hin und wieder von einem Erwachsenen "Kind" umsorgt oder verfolgt.
Links vom Eingang eine Burg.
Für Prinzessinnen zum Schminken und Verkleiden.
Neben der Burg ein Land, eingezäunt mit tausenden kleinen Schaumstoffbällen.
An jeder Ecke eine Kanone stehend zum abfeuern bereit.
Für die Kämpfer unter den Kindern, sie schießen und schießen mit den Schaumstoffbällen.
Die anderen Kinder bringen die Bälle wieder zurück.
Daneben wieder Kinder, viele, sehr viele.
Kein Weinen, kein Streiten nur lachen, laufen, hüpfen und springen.
Eine Hüpfburg sehr begehrt und eine Kletterwand für die mutigen Kleinen.
Hüpfbälle, Balanciergeräte.
Dazwischen Eltern in Liegestühle lesend, zuschauend. Entspannt.
Erholend.
Dann kommen Labyrinthe zum Durchlaufen und Suchen.
Diese führen direkt zum Piratenschiff.
Das Piratenschiff beladen mit vielen kleinen Seeleuten, alle zwischen 3 und 10 Jahren.
Die Segel hießend auf hoher See.
Billardtische. Tischfußball.
Kinder die am Boden dahinkriechen, des Laufens noch nicht mächtig.
Krabbeln. Staunend umherirren.
Eine Erhol Oase dazwischen. Erwachsene mit Kinderleuchten in den Augen.
In der Mitte des Raumes das Highlight, eine Rennbahn.
Um die Wette fahrend, im Kreis. Oder zu zweit auf einem Auto oder Motorrad, wie bei einer Ausflugsfahrt.
Seitlich daneben, eine Baustelle für Kinder. Buben mit Helmen auf Kränen stehend.
Mädchen mit Baufahrzeugen, alle zusammen umherfahrend, studierend stehenbleibend,
diskutierend. Zentimetergenaues Einparken.
Untereinander das Werzeug erklärend.
Luftballons fliegen im Raum umher. An den Ecken stehen Tiere und winken oder grüßen.
Ein Musiktisch, Tische zum Spiele, Zeichnen oder Basteln.
Dann noch eine Labstelle für Hungrige und Durstige.
Mehr als 100 Kinder, kein Streit, kein Zwist.
Laufend, hüpfend, im Kreise drehend, Spielgeräte schiebend oder tragend.
Blonde, dunkle, kleine, große, Buben, Mädchen alle verstehen sich.
Abenteuerlustig unterwegs von einem Ort zum Anderen.
Ein Paradies. Ein Scharaffenland.
Es ist schön ein Kind zu sein.
Doch jede Zeit hat sein Ende.
Auf zum Ausgang.
Noch ein kurzer wehmütiger Blick zurück.
Ein schöner Nachmittag, nicht nur für Kinder.

G. Weber

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Zwei Schuhe

Veröffentlicht auf von G. Weber

Nur zwei Schuhe

Zwei lust`ge Kollegen gegenüber sitzend,
hatten nicht viel zu tun.
Redeten über Dies und Das.
Der Chef von Ihnen, ein gewichtiger, strebsamer Mann,
viel im Gebäude, flotten Schrittes, unterwegs.
Der Gang vor dem Büro war lang und der Chef hatte zwei neue Schuh.
So ging er des Weges, die Schuhe die knarrten, gaben den Takt.
Brrr....Brrr....Brrr.Brrr.Brrr....Brrr...
Die Kollegen die hörten und staunten. Brrr....Brrr...
"Waren die Schuhe noch nicht bezahlt"
Hielten Inne, schauten sich an, grinsten und lachten.
Das Lachen erstummte.
Doch die Ohren waren gespitzt. Es war Stille.
Da kam es wieder. Brrr....Brrr....Brrr....Brrr.Brrr.Brrr....
Die Hände vors Gesicht, lachen, lachen , auf die Schenkel kopfend.
So ging es Stund für Stund und Tag für Tag.
Und jedesmal wenn die Tür ging auf.
War Stille. Die Kollegen, Gesicht verzehrend,  schafften Sie es zu verbergen.
Sie mochten doch Ihren Chef.
Das ging eine Weile so gut.
Der Chef nicht`s ahnend, gut gelaunt, pfiff sich fallweise noch ein Lied auf seinen Wegen.
Doch so konnte es nicht weitergehen, und so standen unterm Christbaum zwei neue Schuh.
Der Chef sehr glücklich, musste sie noch gleich probieren.
Zog sie an und startet gleich los.
Die Kollegen schauten sich mit großen Augen an. Es war ja Stille.
Da war es "Klak....Klak.....Klak....Klak.Klak.Klak....
Sie fielen sich lachend in die Arme.
Der Chef, kein dummer Mann, ebenso.

G. Weber


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