Gedicht - Kurz "ein Betthupferl"

Das dümmste Tier auf Erden,
sollte einst ein Affe werden,
doch das ging voll daneben,
und der Mann begann zu leben.
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Das dümmste Tier auf Erden,
sollte einst ein Affe werden,
doch das ging voll daneben,
und der Mann begann zu leben.

Ich wache auf.
Stille. Dunkelheit umgibt mich.
Es ist sehr still. Unwahrscheinlich still.
So still und dunkel wie noch nie.
Warum ist es so still? So feucht?
Es riecht nach meinem Lieblingsduft. Nach Rosen, aber auch nach Erde.
Meine Hand sucht. Seidenlacken?
Keine zweite Hand? Eine Wand...?
Wo bin ich?
Ich will mich aufrichten, stoße auf was Hartes.
Pralle zurück. Die Hände greifen nach oben. Eine Wand.
Wo bin ich?
Ich versuche nach vorne, nach hinten zu rutschen. Seitlich. Überall Wände.
Meine Gedanken explodieren.
Wo bin ich?
Ruhe bewahren. Ruhe bewahren, trichter ich mir ein.
Ich taste den Raum ab, er ..... er....... er hat die Form eines Sarges.
Ein Sarg!
Oh, mein Gott.
"Lebendig begraben!"
Ich trommle gegen den Deckel. Ich schreie. Minutenlang.
Nichts. Keine Reaktion.
Es ist zum verzweifeln. Weinen vor Wut. Die Luft wird dünner.
Ein Gedanke fliegt mir zu. "Sie hat es geschafft - Sie hat es geschafft. Das Essen.
Ich hab Ihr doch nur die eine Kleinigkeit angetan. Die Kleinigkeit, die......
Mir wird schwindelig. Ich höre Stimmen....ist es der Himmel.....Gott?
Es rüttelt an mir; es schreit mich an.
Ich hab`s nicht verstanden. Es schreit weiter:
"Morgen gehst Du früher ins Bett, jeden Tag dasselbe. Ich mache das nicht mehr mit!"
"Ja 100 prozentig - versprochen."
G. Weber

Jeden Tag
zur gleichen Zeit
hör ich dir zu:
goodnight.............goodnight
Es ist halb acht,
ich schalte ein,
dreh den Knopfund
stell es ganz nah,
das alte Radio.
Schon ist es da,
das Signal ganz nah,
ich weiß es schon.
goodnight............goodnight
Da bist du schon,
ich hör dich gut,
es ist so toll,
gibt mir viel Mut.
Deine Stimme ist so weich,
als wärst du da,
jedes Wort von dir,
dringt her zu mir.
goodnight.........goodnight
Jeden Tag
zur gleichen Zeit
hör ich dir zu:
goodnight..............goodnight
Ein Tag mit dir,
hab mit gespielt,
ein Wunsch in mir,
schon lange her.
Heute ist`s soweit,
der große Tag,
du ziehst das Los,
die Kugel rollt.
goodnight.................goodnight
Da klopft wer an,
verdammt nochmal,
ich will jetzt nicht,
ich schau nicht hin,
mach die Tür weit auf
und lausche gespannt.
Da hör ich dich,
"the winner is",
dreh ich mich um,
und seh nur dich.
goodnight.................goodnight
Jeden Tag
zur gleichen Zeit
hör ich dir zu:
goodnight...............goddnight.
Jeden Tag.
ja jeden Tag
und heute nur
für mich.
goodnight!
g. Weber

Die Sucht
langsam fängt es an.
Die Gefahr nicht gleich erkennend, tappt man hinein.
Fühlt sich gut.
Endophine, Hormone nebeln den Blick.
Man schafft sich Zufriedenheit, ein Glücksgefühl
Der Kopf hat alles im Griff.
Doch der Nebel lichtet sich.
Schatten treten hervor.
Der Körper gibt Warnsignale.
Man hört nicht hin.
Die ersten Andeutungen. Man sieht Elend.
Heimlich, der erste Versuch.
Verschiebt man auf Morgen, wieder auf morgen.
Der Körper rebelliert.
Man muß aufhören. Es geht nicht.
Der Kopf sagt ja, das Herz nein.
Man kommt nicht weg, dreht sich im Kreis.
Die eigenen Schwächen werden aufgezeigt.
Man benötigt Hilfe.
Keine Rat"schläge", kein "Du mußt..", man benötigt Hilfe.
Geht`s anders nicht, sollte man auch um Hilfe, bitten.
Viele wollen helfen.
Viele!
G. Weber

Verstand und Witz kann leicht ergötzen,
doch fesseln kann allein das Herz.