"Mir ist so kalt"
Mir ist so kalt.
Ach, dieser Abend mit Angie war toll.
Wir hatten viel Spass. War ein tolles Lokal. Die Musik, das Publikum, alles war okay.
Ein richtige femme fatal Duo, waren wir zwei.
Aber ach, mir ist so kalt.
Oh, mein Kopf, nicht auf dem weichen Kopfpolster geschmiegt, nein. Liegt hart auf dem Asphalt?
Was ist passiert?
Wo bin ich?
Ach, wenn mir nicht so kalt wäre.
Schön langsam, nach dem Schock, kommt mir die Besinnung wieder.
Das Auto, der Nebel, die laute Musik. Der Alkohol. Ein grelles Licht.
Ach Angie, was ist passiert?
Meine Augen schweifen, aber mir ist so kalt.
Ach Gott, in einiger Distanz, wegen dem Nebel, nicht gut zu erkennen.
Ein Körper. Er hängt am Zaun, ein Torso. Man erkennt nur den Rücken, die Füße.
Angie. Mein Gott. Angie. Arme Angie, es hat dich erwischt.
Am Zaun aufgepfählt. Man sieht nur schlecht, der Nebel.
Arme Angie...
Mir ist schlecht, mir wird immer kälter. Ich halts nicht mehr aus.
Wie wenn das Blut gefriert.
Die Augen schweifen weiter, ich bin so müde.
Da, das Auto, am Dach liegend. Demoliert. Die Türe offen.
Die Kälte, warum ist es so kalt? Mir ist so kalt. Ich fühl mich so schwach.
Eine Gestalt, bei der offenen Tür, sie sucht im inneren des Auto.
Da zieht die Gestalt ihren Körper aus dem Auto.
Dreht sich um.
Oh mein Gott, mein Gott. Angie? Angie? Du!
Ich kann mich nicht mehr entsetzen. Mir ist so kalt, so müde.
So endlos müde.
Ich schließe meine Augen zu.
G. Weber (nacherzählt, auf Basis einen sehr guten Kurzfilms)