Der Kerl

Veröffentlicht auf von G. Weber

Der Kerl

Ich bin kein Tenor,
kein Poet, kein Held,
doch ich bin ein Mann
und ich paß in die Welt.

Wo andre flüchten, da halt ich den Platz:
ich - der Prolet, der Kerl, der Spatz.

Kann jeder sehen,
was ich tu.
Wer keine Angst hat,
den läßt man in Ruh.

Ich suche nicht lange, was flattert und fliegt,
ich nehme, was auf dem Boden liegt.

Meiner Frau der schmeckt,
was ich Ihr bringe,
meine Frau, die liebt,
was ich Ihr singe.

wenn Sie auf unseren Eiern sitzt.
Für Sie wird auch mal ne Kirsche stibitzt.

Knallt dann der Bauer,
dazwischen mit Schrot,
ist meistens eine 
Amsel tot.


Sechs Junge, die kriegen wir allemal hoch.
Geht`s nicht mit Glanz, so geht es doch.

Sechs brave Junge,
die halten den Platz:
jeder ein Kerl -
jeder ein Spatz.

(aus Federleichtes eines Glück)
Der Feldsperling

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