Ein Bild, versucht in Worten

Veröffentlicht auf von G. Weber

Ein Bild, versucht in Worten


Fast jeder fühlt sich dort wo seine Heimat ist am wohlsten.
Daher möchte ich unser kleines Paradies beschreiben.
Erzählen Sie es aber nicht zu Vielen.

Wenn man frühmorgens aufsteht, durch`s Fenster sieht oder das Frühstück, auf der Teerasse, im Wintergarten genießt. Dann sieht man, nein, dann hört man, nichts, außer
ein Vogelgezwitscher. Vor unseren Augen, liegt eine Ebene, leicht nach oben verlaufend. Mit Schnee bedeckt. Drei Bauernhäuser stehen in größeren Abstand voneinander und rundherum haben die Bauern Ihre verschiedenen Felder.
Dazwischen stehen vereinzelt kleine Reihe von Obstbäumen. Nicht zuviel und nicht zuwenig.
Eine kleine Landstrasse zwängt sich den Weg durch die Ebene, schräg nach oben, verzweigt sich zu den Bauernhäusern. Gänse schnattern von der Ferne, sie werden gerade gefüttert.
Blauer Himmel. Im Osten geht die Sonne auf, scheint über die Felder.
Tausende Glitzerpunkte. Der Schnee funkelt. Die Bäume sind mit Reif bedeckt. Schneeweiß. Zwischen den Ästen blitzt ab und zu die Sonne durch.
Von den Bauernhäusern steigt leichter Rauch aus den Schornsteinen.
Das Bild wird noch geteilt, da in der Mitte die Schienen einer Schmalspurbahn durchführen, mit angezuckerten Masten, für die Stromversorgung. Auf den Leitungen sitzen ab und zu die Raben.
Hebt man den Blick, hat man in 800 Meter Entfernung einen kleinen bewaldeten Berg.
Kompakt, abgerundet nach beiden Seiten, steht er da. Kaum 1000 Meter hoch, der Saurüssel. Rechts davon gehts hinab in ein kleines Tal, in welchen das Bächlein und die Straße den Berg hinauf geht.
Gegenüber des Tals, ist als Übergang ein begrünter Hügel. Landwirtschaftlich genutzt. "Das Himmelreich". Ein paar Einfamilienhäuser stehen, sehr weit oben auf dem Hügel, werden angestrahlt von der Sonne.
Dann beginnt der Wald von unserem Hausberg, dem Grünberg, der fast bis zu unserer Haustür reicht. Ein Schi-Schneise führt herunter, am Ende ein kleiner Parkplatz.
Genau 1000 Meter ist er hoch, der Berg. Zum großteil bewaldet mit begrünten Flächen dazwischen. Der letzte Hügel vor den Alpen.
Lässt man den Blick weiter nach rechts wandern. Ist er schon da.
Der schroffe Fels. Enorm, da er als Berg der Erste ist. Der Traunstein.
Ein grosses Gipfelkreuz, strahlt am Gipfel. Blendet.
Teilweiser grauer Fels, teilweise Schnee. Fast oben ein Naturfreundehaus für Wanderer. Davor sieht man noch die Gondel der Seilbahn die auf den Grünberg hinauf führt.
Hat man Zeit geht man hinters Haus, die "Leidn" (stark steigende Schräge) hinauf, beim Eisbedeckten Teich vorbei und ist nach 5 Minuten oben angelangt.
Außer Atem. Aber es lohnt sich.
Man sieht in ein Tal, begrenzt von dem felsigen Traunstein und seinen Ausläufern.
In der Mitte, das Prunkstück, langezogen, spiegelnd, dunkelblau. Der Traunsee. 12 Kilometer lang, und maximal 3 Kilometer breit. Am unteren Ende ein Tal in die Gebirge der Alpen. Am oberen Ende von einer idyllischen Kleinstadt umrandet. Gmunden.
Geteilt vonm Fluß, den Ablauf des See`s. Die Traun.Verbunden mit einer Brücke.
Gmunden, mit einer alten Innenstadt, teilweise 500 Jahre alt.
Mitten auf dem See, ein kleines Schloß auf einer kleinen Insel, (Die Insel ist eine Träne des Riesen Erla) einer langen Holzbrücke mit dem Land verbunden.
Gehwege, Esplanaden dem See entlang. Mit hunderten Kastanienbäumen.
Einige Segelschiffer sind am Ufer verankert, aber auch der Raddampfer aus Kaiser`s Zeiten.
Dazwischen Möwen, vereinzelt Schwäne mit ihren Familien und viele schwarz/weiße Perltaucher.
Die Stadt erhöht sich nach hinten, man sieht die ganze Stadt. Dahinter klein, bewaldet oder mit Grünland, vereinzelte Hügel.
Wenn man den Blick, wieder weiter nach rechts bewegt, hinein in`s Alpenvorland.
Hinabfallend in`s Flachland. Wobei man bei dieser guten Sicht, bis zu 25 Kilometer in`s Flachland hineinsieht.
Man reibt sich die Augen.

Ich verreise gerne und es gibt viele schöne Plätze auf der Welt.
Aber spätestens am 2. Tag, denk ich schon wieder an Zuhause.

Es ist verständlich, denk ich mir. Und bin sehr dankbar.
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Veröffentlicht in Geschichten

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