Der alte Nussbaum
Der alte Nussbaum
Da lehn ich am Stamm meines alten Nussbaums.
Ganz allein lehn ich da. Denk an alte Zeiten........
groß bist du geworden. Sehr groß.
Ich kann mich noch erinnern, als dich mein Vater mit nach Hause gebracht hat.
Eine schöne große Nuss, mit dünner weicher Schale und einem wunderbaren Kern.
Gemeinsam setzten wir dich auf ein gutes Plätzchen.
Mein Vater erzählte mir dann ein paar alte Geschichten und wie du einmal werden wirst.
Schon nach kurzer Zeit warst du zu sehen, so klein und so winzig. Beschützt musstest du werden. Wahrscheinlich haben die schon älteren Zwetschgenbäume neben dir, dich ausgelacht.
Nach ein paar Jahren, so 2 oder 3 Meter hoch, bist du mit deinen Nachbarn immer näher zusammen gewachsen. Es wurde ein Konkurrenzkampf mit den Zwetschgenbäumen.
Mein Vater sagte mir: "Na, zwei oder drei Jahre wirds noch dauern, dann wirst er Nüsse tragen, mach dir keine Sorgen, die Zwetschgenbäume haben keine Chance."
Genauso war es. Wir saßen oft in deinem Schatten und ich lernte viel von der Natur.
Jedes Jahr machten wir etwas abseits von dir ein Lagerfeuer und haben uns ein paar frische Kartoffeln gebraten. Es war eine schöne Zeit. Im Herbst ernteten wir deine ersten Nüsse, welche von Jahr zu Jahr immer mehr wurden.
Vielleicht so an die 20 Eimer voll, in den letzten Jahren.
Du wurdest immer größer, vielleicht schon über 10 Meter, vielleicht sogar 15 Meter hoch.
Die Zwetschgenbäume waren schon weg. Mein Vater wurde leider auch alt, aber wir saßen oft unter dir. Es waren wunderbare Gespräche mit meinem Vater.
Da ich nicht mehr alleine lebte, wollte ich für meine Familie und mich einen Teich und eine Hütte bauen.
Der Teich wurde wunderschön. Er wurde von dir beschattet und die Fische fühlten sich im Sommer wohl.
Aber leider deine Blätter sind so bitter und die Säure in den Blättern. Ach, dass ist ein Problem für die Fische.
Die Hütte sollte genau auf deinem Platz stehen, sonst ist leider nirgends Platz.
Zuerst wollte ich die Hütte um dich herum bauen. Das ist von der Gemeinde nicht so genehmigt worden.
So lehn ich da......., es ist schon das vierte Jahr, wo ich überleg. Immer wieder verschieb ich es auf das nächste Jahr. Meinem Nachbarn, dem du ein wenig die schöne Aussicht auf die Berge nimmst, der glaubt mir schon nicht mehr.
Mein Vater ist vor ein paar Jahren verstorben. Du bist noch ein Andenken an Ihn.
Groß und mächtig, stehst du da!
Der Nagel den ich vor 20 Jahren in deinen Stamm geschlagen habe, ist immer noch am selben Platz. Du hast mir es nie übel genommen.
Ach, Nussbaum; heuer ist es soweit. Du wirst fallen.
Sei mir nicht böse.
Ich werde mit meinem Sohn einen neuen pflanzen. Mit einer Nuss von dir.
Dann lebst du auch weiter.
(sollte diese Geschichte auch Margot lesen; mir macht es einfach zu viel Freude, Geschichten zu schreiben, viele Grüße)
G. Weber
Da lehn ich am Stamm meines alten Nussbaums.
Ganz allein lehn ich da. Denk an alte Zeiten........
groß bist du geworden. Sehr groß.
Ich kann mich noch erinnern, als dich mein Vater mit nach Hause gebracht hat.
Eine schöne große Nuss, mit dünner weicher Schale und einem wunderbaren Kern.
Gemeinsam setzten wir dich auf ein gutes Plätzchen.
Mein Vater erzählte mir dann ein paar alte Geschichten und wie du einmal werden wirst.
Schon nach kurzer Zeit warst du zu sehen, so klein und so winzig. Beschützt musstest du werden. Wahrscheinlich haben die schon älteren Zwetschgenbäume neben dir, dich ausgelacht.
Nach ein paar Jahren, so 2 oder 3 Meter hoch, bist du mit deinen Nachbarn immer näher zusammen gewachsen. Es wurde ein Konkurrenzkampf mit den Zwetschgenbäumen.
Mein Vater sagte mir: "Na, zwei oder drei Jahre wirds noch dauern, dann wirst er Nüsse tragen, mach dir keine Sorgen, die Zwetschgenbäume haben keine Chance."
Genauso war es. Wir saßen oft in deinem Schatten und ich lernte viel von der Natur.
Jedes Jahr machten wir etwas abseits von dir ein Lagerfeuer und haben uns ein paar frische Kartoffeln gebraten. Es war eine schöne Zeit. Im Herbst ernteten wir deine ersten Nüsse, welche von Jahr zu Jahr immer mehr wurden.
Vielleicht so an die 20 Eimer voll, in den letzten Jahren.
Du wurdest immer größer, vielleicht schon über 10 Meter, vielleicht sogar 15 Meter hoch.
Die Zwetschgenbäume waren schon weg. Mein Vater wurde leider auch alt, aber wir saßen oft unter dir. Es waren wunderbare Gespräche mit meinem Vater.
Da ich nicht mehr alleine lebte, wollte ich für meine Familie und mich einen Teich und eine Hütte bauen.
Der Teich wurde wunderschön. Er wurde von dir beschattet und die Fische fühlten sich im Sommer wohl.
Aber leider deine Blätter sind so bitter und die Säure in den Blättern. Ach, dass ist ein Problem für die Fische.
Die Hütte sollte genau auf deinem Platz stehen, sonst ist leider nirgends Platz.
Zuerst wollte ich die Hütte um dich herum bauen. Das ist von der Gemeinde nicht so genehmigt worden.
So lehn ich da......., es ist schon das vierte Jahr, wo ich überleg. Immer wieder verschieb ich es auf das nächste Jahr. Meinem Nachbarn, dem du ein wenig die schöne Aussicht auf die Berge nimmst, der glaubt mir schon nicht mehr.
Mein Vater ist vor ein paar Jahren verstorben. Du bist noch ein Andenken an Ihn.
Groß und mächtig, stehst du da!
Der Nagel den ich vor 20 Jahren in deinen Stamm geschlagen habe, ist immer noch am selben Platz. Du hast mir es nie übel genommen.
Ach, Nussbaum; heuer ist es soweit. Du wirst fallen.
Sei mir nicht böse.
Ich werde mit meinem Sohn einen neuen pflanzen. Mit einer Nuss von dir.
Dann lebst du auch weiter.
(sollte diese Geschichte auch Margot lesen; mir macht es einfach zu viel Freude, Geschichten zu schreiben, viele Grüße)
G. Weber
Werbung